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Kampf gegen die Kriminalität:
Südafrika verschärft die
Polizei Gesetze
50 Morde pro Tag, unzählige Carjackings und Raubdelikte, ein allgegenwärtiges Gefühl der Unsicherheit bei den Bürgern Südafrikas und eine miserable Reputation als unsicheres Reiseland: Es war höchste Zeit, darauf endlich zu antworten. Die vorherige Regierung unter Thabo Mbeki hatte stets mit einer Vogel-Strauss-Haltung auf das Problem reagiert. Südafrikas neuer Präsident Jacob Zuma - zu Zeiten Mbekis hatte er die extreme Kriminalität ebenfalls eher als eine Erfindung einer boshaften und unpatriotischen Presse deklariert - hat das riesige Problem nun offen zugegeben und ein radikales Vorgehen gegen die grassierende Gewalt Kriminalität in Südafrika angekündigt, dies wohl auch vor dem Hintergrund der anstehenden FIFA2010.
Polizisten sollen demnächst keine Warnschüsse mehr abgeben, wenn sie auf bewaffnete Ganoven treffen. Stattdessen gilt das "shoot-to-kill" Prinzip. Wer eine Pistole in der Hand hält, dem wird eine Tötungsabsicht unterstellt, so Zuma. Polizisten sollen darum zukünftig keinerlei Risiko mehr eingehen und sofort von ihrer Schusswaffe Gebrauch machen. Zugleich soll die Polizei stärker militarisiert und in eine gut bewaffnete Task Force umgewandelt werden.
Bei der Bevölkerung treffen Zumas Pläne allgemein auf grosse Zustimmung, wenngleich manche befürchten, dass Polizisten ermutigt würden, allzu locker mit ihren Waffen umzugehen. Angesichts des enormen Problems bleibt der Regierung jedoch wenig Handlungsspielraum. Viele Südafrikaner wünschen sich darüber hinaus die Einführung der Todesstrafe.