Hondeklip Bay (oder: Hondeklip Baai) ist ein Ort für Individualisten. Hierher fährt man nicht, weil irgendein touristisches Highlight wartet, sondern im Gegenteil, weil hier absolut nichts Aufregendes zu finden ist. Das 650-Seelen-Nest, einst Lebensader und wichtiger Hafen (Kupferexport) des Namaqualandes, besteht heute im wesentlichen aus einer alten Fischfabrik, einem halb verfallenem Bootsanleger, einem Tante-Emma-Laden mit Post, Tankstelle und Telefonzelle, einer kleinen Polizeistation und einigen Dutzend sehr schlichter Wohnhäuser. Aber genau diese Reduziertheit ist es, die dem Ort seinen skurrilen Charme verleiht.
Unterkünfte für Touristen gab es bis vor wenigen Jahren in Hondeklip Bay überhaupt nicht. Auf dem halb eingezäunten Campingplatz im Dorfzentrum schlug man sein Zelt auf oder campte einfach irgendwo wild am Strand, was weiterhin möglich ist. Seit kurzem stehen jedoch einige wenige Chalets zur Verfügung. Die Eigentümer von "Honnehok" betreiben auch ein kleines Restaurant mit Bar und organisieren Touren im Geländewagen durch die unberührte Küstenlandschaft mit anschliessender Besichtigung eines privaten Diamanten Bergwerks.
Beim Strandspaziergang kann man schliesslich die meerumtosten "Hundeklippen" besuchen oder das Wrack der "Aristea", die hier in den rauhen Gewässern im Jahre 1945 strandete.
Vor kurzem wurden vor der Küste von Hondeklip Bay Erdöl-Vorkommen ausgemacht. Es ist darum zu erwarten, dass sich Hondeklip Bay in Zukunft verändern wird. Allerdings gibt es derzeit auch Bestrebungen, das Küstengebiet um Hondeklip Bay unter Naturschutz zu stellen.
Oben: Die Hundeklippen. Links: Der Naturhafen von Hondeklip Bay.
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