Springbok ist Hauptstadt des Namaqualandes. Einst zogen hier grosse Springbokherden durch die kargen Täler und tranken an einer hiesigen Quelle. So erhielt der Ort seinen Namen. Die Herden wurden vertrieben, als man in der Nähe der kleinen Siedlung Vorkommen an Kupfer entdeckte. Mitte des letzten Jahrhunderts begann man, diese zu erschliessen. Für den Abtransport der Erze wurde eine Schmalspurbahn zur Küste gebaut.
Die Bahnlinie ist inzwischen längst wieder abmontiert, aber die alte Dampflok kann man noch immer im Minenmuseum von Nababeep - einige Kilometer von Springbok entfernt - in Augenschein nehmen. Dort kann man auch eine der letzten noch arbeitenden Kupferminen besichtigen. Die meisten anderen Minen der Region wurden inzwischen stillgelegt.
Springbok ist das Zentrum der Wildblumenregion, und besonders im Frühjahr erlebt der Ort einen grossen Ansturm von Besuchern. Dann ist sogar der kleine Campingplatz bis auf den letzten Platz besetzt, und die Touristen strömen scharenweise in das Goegab Nature Reserve. Auch ausserhalb der Wildblumen Saison bietet dieses Naturreservat einen interessanten Einblick in die einzigartige Pflanzenwelt im Namaqualand.