Da der Fish River bereits in Hardap aufgestaut ist, führt er meist nur geringe Wassermengen mit sich. Im Winter, während der trockenen Jahreszeit, sieht man oft überhaupt kein Wasser bzw. nur einzelne Tümpel (Kolke). Nach Regengüssen in den Sommermonaten verwandelt er sich jedoch in einen reissenden Strom.
Beliebt sind Wanderungen durch den Fischfluss-Canyon. Sie erfordern allerdings gute Fitness und sind nur in den kühleren Wintermonaten zwischen Mai und August gestattet. Ausserdem wird ein Permit der Nature Conservation Behörde in Windhoek benötigt. Die Wand erung dauert 5 Tage, die Länge beträgt 86 Kilometer. Wesentlich leichtere, aber ebenfalls sehr reizvolle Wanderungen sind im angrenzenden privaten "Canyon Nature Park" möglich.
Oben: Fish River Canyon, Namibia. Links: Die Pad nach Ai-Ais führt durch das schroffe Koubis-Bergmassiv.
Der Canyon am Unterlauf des Fisch-Flusses gehört zu den eindrucksvollsten Naturschönheiten im südlichen Teil Namibias. Er entstand vorwiegend während der Pluvialzeiten (das sind regenreiche Klimaepochen) vor vielen Millionen Jahren. Mit seiner Tiefe von bis zu 550 Metern gilt der Fish River Canyon - nach dem Grand Canyon in Amerika als zweitgrösster Canyon der Welt. Die Schlucht windet sich über eine Distanz von rund 160 Kilometern durch das zerklüftete Koubis-Bergmassiv bis hinunter nach Ai-Ais.