Alljährlich verzeichnen die Autovermieter in Namibia zahlreiche Unfälle. Ursache ist meistens ein Roll-Over. Ungeübte Fahrer geraten auf den leicht gewölbten Schotterstrassen zu weit an den Rand und reissen dann das Steuer abrupt herum. Vor allem leichte Geländefahrzeuge (z.B. der Toyota Hilux) reagieren auf solche Fahrfehler mit einem Rollen um die Längsachse. Der Wagen überschlägt sich.
Im allgemeinen wird kein Geländewagen für die Namibia Reise benötigt. Lediglich im Sossusvlei, im Kaudom National Park, im Kaokoveld und bei Fahrten durch Dünensand am Strand oder in Flussbetten geht es nicht ohne 4WD. Wer durch weichen Sand fährt, sollte den Reifendruck auf allen Rädern stark reduzieren. Die Reifen müssen weich wie Luftballons sein, dann sinkt man nicht so tief ein und kommt am besten durch.
Wenngleich die Hauptrouten in Namibias Strassennetz asphaltiert sind, so muss man doch immer wieder auf Schotter- oder Sandstrassen fahren, die man in Namibia "Pads" nennt. Diese sind meistens gut gepflegt. Gelegentlich muss man allerdings mit Wellblech rechnen. Die unangenehmen Querrillen - meist 5 bis 10 Zentimeter tief - bilden sich allmählich durch zu schnelles Fahren. Das Fahrzeug - und natürlich auch die Insassen - werden auf Wellblechpisten in extremer Weise durchgerüttelt. Am erträglichsten ist es, wenn man quasi über das Wellblech 'fliegt', also so schnell fährt, dass die Räder nicht in jedes Wellental eintauchen können. Die optimale Geschwindigkeit liegt meist bei etwa 80 km/h. In Namibia fährt man übrigens auf der linken Seite.
Oben: Typische Pad in Süd Namibia. Darunter: Weicher Sand im Kaudom Nationalpark. Nur mit Allradwagen zu bewältigen. Unten: Gravel Road in Zentral Namibia.