Nachdem die Voortrekker die Zulus in der Schlacht am Bloodriver im Jahre 1838 besiegt hatten, gründeten sie ihre Republik "Natalia". Auf den fruchtbaren Hügeln am Msindusi-Fluss legten sie ihre Hauptstadt an. Sie nannten die Siedlung nach ihren ersten Trek-Führern Pieter Retief und Gerrit Maritz, die zuvor mit dem Zulu-König Dingaan einen Vertrag zur Landnahme geschlossen hatten, anschliessend jedoch ermordet worden waren.
Wenige Jahre später – 1843 – übernahmen die Engländer die Stadt und errichteten hier ihr koloniales Verwaltungszentrum für die Provinz Natal.
Der Einfluss der Briten ist denn auch überall in der Stadt sichtbar, in den herrlichen Parks und Gärten und in den prachtvollen Kolonialbauten im edwardianischen und viktorianischen Baustil. Herausragend ist die aus roten Klinkern errichtete City Hall aus dem Jahre 1893 mit ihrem 47 Meter hohen Glockenturm.
Pietermaritzburg – die Stadt galt einst als "letzte Bastion des British Empire" – ist heute deutlich afrikanisch geprägt. Ebenso wie Durban, so hat auch Pietermaritzburg zudem einen grossen indischen Bevölkerungsanteil. Und auch im neuen Südafrika ist nicht etwa Durban, sondern das kleine Pietermaritzburg mit seinen rund 450.000 Einwohnern Verwaltungs- und Parlamentssitz von KwaZulu-Natal. Die Funktion der Hauptstadt teilt sich Pietermaritzburg allerdings mit Ulundi, dem Zentrum der ehemaligen Zulu Homelands.
Pietermaritzburg ist kommerzieller Mittelpunkt inmitten der grünen Hügellandschaft der Natal Midlands. Die Stadt ist verkehrsmässig gut angebunden und liegt an der N3 zwischen Johannesburg und Durban. Es gibt auch eine Bahnverbindung sowie den Oribi Flughafen.
Weitere Reisehinweise: INFO Links oben: Gandhi Statue in Pietermaritzburg
Links unten: Korbwarenmarkt in Pietermaritzburg
Rechts unten: Pietermaritzburgs markante City Hall aus roten Ziegeln erbaut
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