Nashörner sind heute in ganz Afrika vom Aussterben bedroht, und selbst in den Nationalparks ist es nicht immer leicht, die Tiere zu schützen. Wilderer töten immer wieder zahlreiche Rhinos, weil sie deren Hörner zu hohen Preisen auf dem schwarzen Markt verkaufen können. Das pulverisierte Horn der Tiere ist besonders bei japanischen Männern als Potenzmittel begehrt.
Nashörner sind Vegetarier und fressen hauptsächlich Laub und Zweige. Die Tiere werden bis zu drei Tonnen schwer und bis zu 40 Jahre alt. Nashörner besitzen ein nur schwach ausgeprägtes Sehvermögen, dafür aber einen feinen Geruchssinn und ein scharfes Gehör. Sie haben - ausser dem Menschen - keine Feinde. Selbst Löwen können ihnen nichts anhaben. Dennoch sind sie sehr auf Distanz zu anderen Lebewesen bedacht. Besonders Spitzmaulnashörner können gefährlich werden, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Oben: Spitzmaulnashörner. Mitte und Unten: Breitmaulnashörner.
Nashörner im
Umfolozi & Hluhluwe
Wild-Reservate
Nashörner in der Wildnis aus der Nähe zu beobachten, erfordert im allgemeinen viel Glück und Geduld. Im Umfolozi Game Reserve ist das anders. Der Park hat sich auf die Bestandsvermehrung von White Rhinos, den Breitmaulnashörnern, spezialisiert. Ungefähr 1600 Exemplare leben heute auf dem 880 qkm grossen Gelände, ausserdem rund 300 der etwas gefährlicheren Black Rhinos (Spitzmaulnashörner). Die seltsam anmutende Namensgebung im Englischen hat nichts mit der Farbe des Hautpanzers zu tun, sondern ist auf einen sprachlichen Übermittlungsfehler zurückzuführen. Statt "white", also weiss, sollte es beim Breitmaulnashorn eigentlich "wide" heissen und somit auf die breitere Nashornschnauze hinweisen.