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Großlandschaften und Geografie Südafrikas

kalahari dunesDie Landmasse Südafrikas ist schon sehr alt und besonders reich an Bodenschätzen. Der Gebirgssockel war bereits Teil des Superkontinents Gondwanaland, der vor etwa 300 bis 100 Millionen Jahren in mehrere Teile zerbrach. Es entstanden ganz neue Kontinente, darunter auch Afrika. Durch die anschließenden - über Jahrmillionen andauernden - geologischen Verschiebungen, tektonischen Aufwölbungen, Brüche, Spaltenbildungen, Magma Ausströmungen aus vulkanischen Röhren, Absenkungen, Ablagerungen von Geröll und Erosion durch Wind und Flüsse bildete sich das geologische Profil des Landes.

Wie man aus der Reliefkarte ersehen kann, ist Südafrika im Westen, Süden und Osten von einem Gebirgswall umgeben. Man nennt diese aus vielen einzelnen Gebirgen bestehende Kette ein Randschwellengebirge oder Great Escarpment.

Geoprofil Südafrika

Foto links oben: Dünenketten in der Kalahari. Foto rechts unten: Steil ist die Abbruchkante des Great Escarpment in den Drakensbergen von KwaZulu-Natal.
 Geografie Südafrika
Das Escarpment erreicht im Osten - im Bereich der Drakensberge von Natal und in Lesotho - Höhen von fast 4000 Metern. Im Süden und im Westen liegen die höchsten Erhebungen bei 2000 Metern.

Vor dem Escarpment verläuft ein zum Teil sehr schmaler Küstenstreifen, den man Lowveld nennt. Dieses Küstenvorland ist im Bereich des Indischen Ozeans niederschlagsreich und fruchtbar. Der westliche Teil ist dagegen eine Küstenwüste, bedingt durch den kalten Benguela-Meeresstrom im Atlantik, der bis hinauf nach Namibia und Angola zieht.

randstufeÜberquert man das Randschwellengebirge, so gelangt man in das zentrale Hochplateau Südafrikas, das als Highveld bezeichnet wird. Es weist Höhen zwischen 1000 und 1700 Metern auf. Nach Norden, zum abflusslosen Kalahari Becken hin, fällt es allmählich ab. Da die umgebenden Gebirgsketten eine Regenbarriere darstellen, bleiben die Niederschläge im Highveld gering und sorgen in der Karoo für halbwüstenartige Bedingungen.

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