Graaff-Reinet in der Karoo
Das beschauliche Karoo Städtchen Graaff-Reinet ist mit seinen über 200 denkmalgeschützten Gebäuden einer der am besten erhaltenen historischen Orte Südafrikas.
Um 1770 waren die Trekburen vom Kap bis in die Gegend um das heutige Graaff-Reinet vorgedrungen. Hier an der Peripherie der Kolonie führten sie ein unstetes Leben in ständiger Bedrohung durch die Xhosa Gruppen, aber als unabhängige und selbständige Farmer (Näheres im Menü "Geschichte").

Diese Situation war der Verwaltung in Kapstadt zu unübersichtlich, und so entstand der Wunsch, in der Region eine staatliche Autorität zu etablieren. Das geschah 1785, als der erste Verwalter hier eingesetzt wurde. Er legte 1786 die Grenzen seines Bezirks fest, liess ein Verwaltungsgebäude errichten - die Drostdy - und nannte die Stadt nach den damaligen Gouverneur Jacob van der Graaff und seiner Frau Cornelia Reinet.
Foto oben: Blick auf Graaff-Reinet, Südafrika. Mitte links: Main Street. Unten rechts: Drostdy Haus, Graaff-Reinet.
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Der Versuch, in Graaff-Reinet eine Ordnungsmacht zu etablieren, erwies sich jedoch als schwierig. Die selbstbewussten Bürger widersetzten sich jeder Bevormundung. 1795 wurde sogar eine eigenständige Republik ausgerufen, die allerdings noch im selben Jahr scheiterte, vor allem bedingt durch das Eintreffen der Engländer am Kap. Doch endgültig Frieden schaffen konnten auch die Engländer nicht, und als Ende des 19. Jahrhunderts die englisch-burischen Kriege ausbrachen, kämpften die Bürger von Graaff-Reinet erbittert an der Seite der Buren.

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