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Schlangen in Südafrika

In allen Regionen Südafrikas gibt es verschiedene Schlangenarten. Die meisten sind ungiftig und harmlos, einige wenige Arten sind dagegen giftig.

Die Kap-Kobra rechts zählt zu den gefährlicheren Arten. Die Schlange ist in ganz Südafrika anzutreffen und gehört zur Familie der Gittnattern (Elapidae). Sie wird bis zu 2 Meter lang. Man erkennt die Schlange an ihrem abgeplatteten Hals. Wird sie gestört, so richtet sie ihren Oberkörper auf und nimmt eine Drohhaltung ein. Ein Biss der Kapkobra verursacht Muskellähmung sowie Atemstillstand und schließlich Herzversagen.

Tcobra

In ganz Südafrika anzutreffen ist die Puffotter (Bitis arietans). Die Puffotter ist relativ leicht zu identifizieren. Sie ist kurz und hat einen gedrungenen, kräftigen Körper mit einem breiten, deutlich vom Hals abgesetzten Kopf.  Über den gesamten Körper ziehen sich v-förmige bräunliche Querbinden mit hellen Konturen.

Die Giftzähne der Puffotter sind recht lang, das gelbliche Gift ist gewebezerstörend und hämotoxisch und führt zu starken Blutungen im Gewebe. Die Schlange ist nicht angriffslustig, beißt aber, wenn man ihr zu nahe kommt oder auf sie tritt. Im Gegensatz zu anderen Schlangenarten, die schon bei geringsten Bodenerschütterungen die Flucht ergreifen, weichen Puffottern meist nicht aus, wenn sich auf sie zu bewegt, weshalb sie für die meisten Schlangenbisse in Afrika verantwortlich sind.
puffadder

Die Wahrscheinlichkeit, einer Giftschlange zu begegnen, ist gering, von einer Schlange gebissen zu werden noch sehr viel geringer. Dennoch sollte man in Südafrika nicht ohne festes, hohes Schuhwerk wandern, insbesondere nicht durch hohes Gras. Auch sollte man vermeiden, mit der blossen Hand in Felslöcher oder Erdhöhlen zu greifen.

Wer diese simplen Sicherheitsregeln beachtet, muss sich vor einem Schlangenbiss nicht fürchten. Das Risiko, von einer Schlange gebissen zu werden, ist dann um ein Vielfaches geringer als in einem Verkehrsunfall zu Schaden zu kommen.


Verhalten bei Schlangenbiss: Glied abbinden, hinlegen und möglichst ruhig verhalten. Sofort zur nächsten Klinik fahren, wo schnellstens ein Serum gespritzt werden muß. Das Aussaugen, Aufschneiden oder Auswaschen der Wunde ist zwecklos.


Foto links: Kapkobra in der Kalahari. Rechts: Puffotter, ebenfalls Kalahari
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