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Nashörner (Rhinocerotidae) in Südafrika

Nashorn Wilderei

Nashörner sind in ganz Afrika vom Aussterben bedroht, und selbst in den Nationalparks ist es nicht leicht, die Tiere zu schützen. Wilderern gelingt es weiterhin, Nashörner zu töten, und die Hörner zu hohen Preisen auf dem schwarzen Markt zu verkaufen. Das pulverisierte Horn ist besonders bei asiatischen Männern als Potenzmittel begehrt.

Trotz intensiver Bemühungen zum Schutz der Nashörner konnte die Wilderei der wenigen verbliebenen Nashornbestände in Afrika bisiang nicht gestoppt werden. In der Serengeti Tansanias ist das Nashorn mittlerweile völlig verschwunden. Lediglich im Ngorongoro Krater Nationalpark findet man noch einige Exemplare. Auch in den Ländern des südlichen Afrika sind Nashorn Sichtungen in freier Wildbahn eher ein Ausnahme Erlebnis. 2017 wurden im Etosha Nationalpark in Namibia 40 Nashörner binnen weniger Tage von Wilderern erlegt. Die Wilderer setzen Kameradrohnen ein, um die Tiere aufzuspüren. Sämtliche Wildreservate im südlichen Afrika haben darum die Einführung von Drohnen streng untersagt.

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Nashorn Arten

Man unterscheidet zwei afrikanische Nashorn Arten, das Breitmaulnashorn und das Spitzmaulnashorn (englisch "White Rhino" und "Black Rhino"). Die seltsam anmutende Namensgebung im Englischen hat nichts mit der Farbe des Hautpanzers zu tun, sondern ist auf einen sprachlichen Irrtum zurückzuführen. Statt "white", also weiss, sollte es beim Breitmaulnashorn eigentlich "wide" heißen und somit auf die breitere Nashornschnauze hinweisen. Beide Nashorn Arten haben zwei Hörner und massige Körper mit sehr dicker, graubraun gefärbter Haut. Die Haut ist unbehaart, mit Ausnahme der Ohrspitzen und der Schwanzspitze. Ausgewachsene Breitmaulnashörner wiegen bis zu 3,5 Tonnen, Spitzmaulnashörner sind etwas kleiner und wiegen bis zu 3 Tonnen.

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Nashorn Verhalten

Nashörner sind sowohl in Grassavannen als auch in Baumsavannen im subsaharischen Afrika zu finden. Sie sind Vegetarier und fressen hauptsächlich Gras, Laub und Zweige. Meist fressen sie in der Dämmerung und nachts.

Nashörner leben meist als Einzelgänger, selten in kleinen Gruppen. Während der Brunftzeit der Nashornkühe grenzen Nashornbullen Reviere ab, die mit Urin markiert und gegen Konkurrenten rigoros verteidigt werden.

Die Tragzeit einer Nashornkuh beträgt ca 18 Monate. Danach wird ein einziges Junges geboren. Es bleibt zwei bis drei Jahre bei der Mutter und wird danach von ihr verjagt.

Nashörner besitzen ein nur schwaches Sehvermögen, dafür aber einen feinen Geruchssinn und ein scharfes Gehör. Sie können trotz ihrer massigen Körper erstaunlich schnell laufen und Spitzengeschwindkeiten von 45 km/h erreichen. Nashörner haben - außer dem Menschen - keine Feinde. Lediglich Jungtiere werden gelegentlich Beute von Löwen oder Hyänen. Nashörner werden bis zu 40 Jahre alt.

Wo man Nashörner beobachten kann

Nashörner gibt es im Kruger Park, im Addo Elephant Park und in Etoscha (Namibia). Die mit Abstand größte Population hat das Umfolozi Game Reserve in KwaZulu-Natal, wo man sich erfolgreich auf die Vermehrung von Nashörnern spezialisiert hat. Aber auch viele private Wildreservate - wie Madikwe oder Shamwari - halten streng bewachte Nashörner, meist stammen sie aus dem Zuchtprogramm von Umfolozi.

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